Urlaubsstaffelung und Lebensalter


Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat am 18.01.2011 (Az.: 8 Sa 1274/10) entschieden, dass die nach Lebensalter gestaffelten Urlaubsansprüche im Manteltarifvertrag für den Einzelhandel NRW eine europarechtswidrige Altersdiskriminierung darstellen.

In der Sache geht es um die Abwägung der Tarifautonomie einerseits und des europarechtlichen Antidiskriminierungsschutzes andererseits. Nach Auffassung des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf ist die Ungleichbehandlung zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern im Hinblick auf die Länge ihres jährlichen Erholungsurlaubs nicht gerechtfertigt.

Im konkreten Fall kann die 24 Jahre alte Kassiererin deshalb den Erholungsurlaub der höchsten Altersstufe (ab 30 Jahre 36 Tage Urlaub/Jahr) beanspruchen.


Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die entscheidungsgegenständliche Frage hätte branchenübergreifende Auswirkungen auf sämtliche an das Lebensalter gekoppelten Regelungen zur Länge des Erholungsurlaubs.




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